Professionelle Datensicherung

Wer kennt das nicht: Einmal falsch geklickt und schon sind wichtige Daten für immer verloren. So geht es vielen, die keine Datensicherung von ihren wichtigen Daten erstellen. Aber das muss nicht sein, denn mit unseren Tipps erstellen Sie professionelle Datensicherungen, die Ihnen im Notfall Ihre Daten wiederherstellen.

Wie können Daten verloren gehen?

Daten können auf unterschiedlichste Art und Weise verloren gehen. Oft werden Daten auf der Festplatte versehentlich selbst gelöscht. Auch nicht unwahrscheinlich ist das Überschreiben von Dateien, wenn Sie beispielsweise ein Dokument als Vorlage nutzen, es ändern und unter dem alten Namen wieder abspeichern. Den Computer einfach auszuschalten, ohne ihn ordnungsgemäß herunterzufahren, kann zu Datenverlust führen. Eine weitere Gefahr lauert im Internet: Viren und Hacker!

Einfache Maßnahmen gegen Datenverlust

Hier einige einfache Maßnahmen, die das Risiko Daten zu verlieren stark mindern:

  • Vermeiden Sie Erschütterungen, die den Schreib-/Lese-Kopf der Festplatte beeinträchtigen können
  • Den Computer nicht in die Nähe vonstarken Magnetfeldern wie Elektromotoren oder Laufsprechern bringen
  • Speichermedien wie DVDs, CDs oder Magnetbänder trocken lagern und vor UV-Strahlung schützen
  • Gleich mehrere Kopien von Datensicherungen erstellen und an getrennten Orten aufbewahren
  • Speichernmedien richtig beschriften, denn niemand weiß nach Monaten noch, welche Daten auf welchem Datenträger sind
  • Prüfen Sie, ob im Papierkorb irrtümlich gelöschte Daten vorhanden sind, bevor Sie ihn leeren
  • Duplizieren Sie Dokumente, die Sie als Vorlage nutzen bevor Sie sie bearbeiten
  • Setzen Sie aktuelle Antivirensoftware ein und prüfen Sie regelmäßig Ihre Festplatte auf Viren und Trojaner
  • Installieren Sie regelmäßig Updates für Windows und zusätzlich eingesetzte Software wie E-Mail-Programm oder Office
  • Sichern Sie sensible Daten mit Passwörtern
  • Speichern Sie Dokumente, Bilder und andere Dateien auf einer anderen Festplatte, als die auf der Ihr Betriebssystem installiert ist

Welche Daten sichern?

Grundsätzlich gilt: Daten, die zum Geschäftsablauf benötigt werden, müssen gesichert werden. Dazu gehören natürlich Dokumente und E-Mails. Nicht zwingend gesichert werden müssen Programme und das Betriebssystem. Oftmals ist es auch gar nicht möglich Programme zu sichern, da Einstellungen und Konfigurationen nach der Wiederherstellung verloren gehen. Sinnvoller ist es, Programme neu zu installieren und Sicherungsmethoden zu nutzen, die die Programme anbieten.

Das richtige Speichermedium

Die Wahl des richtigen Speichermediums ist nicht immer leicht. Abhängig von den eingesetzen Sicherungsmethoden und Datenmengen können unterschiedliche Speichermedien genutzt werden. Wenn Sie Daten nicht nur Sichern, sondern auch archivieren wollen, sollten Sie das Speichermedium sorgfältig wählen.

Festplatte

Die Festplatte ist wohl das vielseitigste Speichermedium. Sie ist nahezu beliebig wiederbeschreibbar und fasst einige hundert GB und ist somit für große Datenmengen geeignet. Der Nachteil bei der Festplatte liegt in der geringen Lebensdauer. Abhängig von einigen Faktoren wie Lagerung oder Auslastung beträgt die Lebensdauer gerade einmal maximal 10 Jahre. Sie ist also für eine dauerhafte Speicherung der Daten nicht geeignet, aber für Privatanwender durchaus geeignet.

USB-Stick

Der USB-Stick ist klein und leicht, fasst einige GB an Daten und ist darüberhinaus sehr günstig. Allerdings wird die Lebensdauer von Experten auch ähnlich wie bei der Festplatte auf etwa 10 Jahre eingegrenzt. Der USB-Stick ist also nur für kleinere Sicherungen, beispielsweise bei einer Neuinstallation des Systems, geeignet.
Bandlaufwerk

Einige Firmen setzen immer noch Bandlaufwerke und die damit verbundenen Magnetbänder ein. Durch ihre große Speicherkapazität von über 1TB werden sie häufig bei der Serverdatensicherung eingesetzt. Allerdings sind diese Magnetbänder extrem empfindlich gegenüber Staub, Feuchtigkeit und Temperatur und verschleißen sehr schnell. Ein Einsatz bei den heutigen technischen Möglichkeiten wird nicht mehr empfohlen.

CD / DVD

CDs und DVDs fassen große Datenmengen zu vergleichbar geringen Kosten. Durch die optische Speichertechnik werden bei guter Lagerung Lebensdauern bis zu 100 Jahre vorrausgesagt. Überprüfen konnte diese Aussage aber bisher niemand, da die DVD noch nicht so lange existiert. Lesegeräte wird es in den kommenden Jahren auch noch gegeb, sodass die Daten auch noch in einigen Jahren lesbar sein werden.

Sicherungsmethoden

Eine Methode ist, die zu sichernden Daten manuell auszuwählen und auf ein externes Speichermedium zu kopieren. Das kann bei kleinen Datenmengen sinnvoll sein, wird auber bei größeren Datenmengen schnell lästig. Eine Bessere Methode ist, Software einzusetzen, die den Sicherungsablauf überwacht und Sicherungen, sogenannte Backups, automatisch durchführt.

Vollsicherung

Eine Vollsicherung sichert sämliche Daten auf der Festplatte. Der Vorteil ist, dass bei einer nötigen Wiederherstellung alle Daten sofort wieder zur Verfügung stehen. Es wird aber im Gegensatz zu anderen Sicherungsmethoden mehr Speicherplatz benötigt, da bei jeder Sicherung die komplette Festplatte gesichert wird.

Stufenweise Datensicherung

Bei der stufenweisen Datensicherung wird als erstes eine Vollsicherungs durchgeführt. Danach werden nur noch die Veränderungen gesichert. Das spart Speicherplatz, dauert aber bei einer Rücksicherung länger, da erst das Vollbackup eingespielt werden muss und danach alle folgenden Backups.

Software

Moderne Backupsoftware verwaltet diese ganzen Sicherungen und ermöglicht es Ihnen schnell eine Rücksicherung durchzuführen. Backupsoftware gibt es auch für Privatanwender und wird im Privatbereich auch immer mehr eingesetzt.

Quellen:

[1] https://www.bsi-fuer-buerger.de/BSIFB/DE/MeinPC/Datensicherung/Datenverlust/datenverlust_node.html

 

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